Zu
den Inhalten des Spiegel-Artikels, in dem Fälle unserer Kanzlei
dargestellt und - teilweise - von uns vermittelte Kontakte aufgenommen
wurden, ist anzumerken, dass wir keineswegs die Ansicht vertreten, dass
alle Chefärzte in Deutschland die Problematik der nosokomialen
Infektionen ignorieren oder vertuschen. Sehr viele Chefärzte,
Klinikverantwortliche, Hygieniker und Pflegekräfte befassen sich
intensiv mit der Problematik und unternehmen Anstrengungen, um die
Situation zu verbessern oder - im Idelfall bei geinger oder fehlender
Infektionsquote - zu stabilisieren. Es gibt aber leider auch die
Negativbeispiele, in denen beharrlich die Ansicht vertreten wird,
Infektionen seien schicksalhaft und "da kann man sowieso nichts
machen"
oder "an nosokomialen Infektionen stirbt kein Mensch".
Wir haben Kontakte
zu medizinischen Beratungszentren geknüpft, die
professionelle Hilfe beim Hygienemanagement innerhalb der Kliniken
leisten können. Diese Maßnahme ist ein Beitrag, der helfen
kann, die
Situation zu verbessern, eben dies ist unser Ziel. Wir bringen uns ein,
indem wir über Kooperationen nachdenken, denn die juritischen Gefahren
einer "Vogel-Strauß-Politik" auf dem Gebiet der Bekämpfung
nosokomialer
Infektionen sind zivil- wie strafrechtlich gewaltig. Wir klären
Kliniken
über die juristischen Gefahren auf der Ebene der Klinikleitung
bis hin
zur Hygienefach- und Pflegekraft auf und vermitteln Kontakte zu
Hygiene-Profis, die in der Lage sind, die in der Praxis in Eigenregie
innerhalb eines Krankenhauses schwierigen, strukturellen Reformen
einzuleiten, die die den Aufbau eines Task-Force Teams und eine
umfassende Hygieneanalyse aller relevanten Bereiche (von baulichen
Gegebenheiten über die Patientenstruktur bis hin zur mentalen Umsetzung
in den Köpfen der Mitarbeiter bis zum Chefarzt soweit noch nicht
erfolgt) erfordern.
